Münchweiler-Ruppertsweiler PfA

Kurzandacht zu

Letzten Sonntag nach Epiphanias 2021- zum 31. 1.

 

 

2. Brief des Petrus 1, 16 – 19

 

Was war die größte Erfahrung Ihres Lebens bisher? Die beeindruckendste Erfahrung, die nachhaltigste – einfach die beste?

War es ein Riesenerfolg im Beruf? Ein Fortschritt, ein Karriere-sprung? Oder war es schon früher: eine außergewöhnlich gute Prüfung?

Oder sollte man da besser im persönlichen Bereich suchen? Vielleicht war es eine ganz besonders glückliche Begegnung? Menschen, die sich verlieben, die erleben ganz Großes. Oder Eltern, die ihr erstes Kind im Arm halten, ob das nun gerade so geplant war oder nicht. Oder Menschen, die feststellen, dass sie sich auf jemanden verlassen können auch in schwieriger Lage. Gerade wenn sie unerwartet Hilfe erfahren.

Aber auch im nicht ganz so persönlichen Bereich erleben wir Großes. Ein Naturschauspiel etwa kann es sein für die eher romantischen Gemüter: eine Sonnenfinsternis, das Funkeln des Nordlichts, ein Regenbogen schon. Ein Küken, das aus dem Ei schlüpft. Der Blick in einen Vulkan-Krater. Eine neue Entdeckung kann es sein für die eher nüchternen Gemüter, für die Forscher, die Praktiker. Wie dem auch sei – wir erleben alle gerne etwas, was uns über das Altgewohnte und Tägliche hinaushebt.

Hier können wir nun lesen, was ein Freund von Jesus über eines seiner größten Erlebnisse schreibt:

Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus kundgetan haben – sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir vom Himmel kommen gehört, als wir bei ihm waren auf dem heiligen Berg. Umso fester haben wir darum das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet wie auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.

Von Petrus stammen diese Worte. Der war wirklich ein Freund von Jesus. Er war ein Mitarbeiter der ersten Stunde und ein eifriger, öfters ein übereifriger Mensch. Er war ein fehlbarer Mensch, höchst peinlich einige Male. Die Hähne auf manchen Kirchturmspitzen erinnern uns an seine schwächsten Momente. Ein Schuldiger war er also auch. Und trotzdem war er der, den Jesus als Mitarbeiter haben wollte. Als Mitarbeiter in leitender Funktion dann sogar, wie man heute sagen würde. Die Kirche baut auf ihm auf und das Papsttum. Beides ist – wie alles, was Menschen zu entwickeln versuchen - eine gut gemeinte, aber eine fehlbare Einrichtung. Menschen dürfen fehlbar sein bei Gott.

Differenzen mit Kollegen hatte Petrus zeitweise auch. Streit in der Sache, nicht persönlichen Streit. Aber auch ohne den kommen wir anscheinend nicht aus.

Hier fordert Petrus die, die mit ihm an Christus glauben, zur Zuversicht auf. Zum Durchhalten dann auch – zum Durchhalten in schwerer Zeit. Einige der Gemeinden damals hat er selbst mit gegründet. Die Leute dort warteten wie er innig darauf, dass Jesus wiederkommt und die Welt endlich richtig verändert. Dass er alle Schmerzen lindert, alle Ungerechtigkeit beendet. Aber das dauert, wie es scheint.Geduld ist nicht jedermann’s Sache, und Vertrauen womöglich noch weniger.

Ungeduldig warten derzeit viele auf einen Impftermin - aber es dauert. Ungeduldig warten andere darauf, dass sie endlich ihr Geschäft wieder öffnen können – hängt doch die Existenz daran. Oder dass sie die Kinder wieder in die Schule und in den Kindergarten schicken können – hängt doch die Zukunft der Kinder auch daran. Aber es dauert. Es geht hier zwar nicht unmittelbar um Leben und Tod, aber es geht doch um die Sicherheit und um das Wohl. Um Gesundheit, um das wirtschaftliche Überleben. Aber es gibt Probleme. Lichtschimmer am Horizont sehen wir ja, es gibt da sogar mehrere - aber sie scheinen immer noch sehr weit weg. Neue Gefahren kommen dafür anscheinend näher.

Petrus verweist auf ein besonderes “Licht”. Auf das Licht, das Christus gebracht hat. Christus ist für ihn die Brücke zu Gott und ist längst die größte Macht in der Welt. Der größte Helfer damit für alle, die ihre Gegenwart kaum noch ertragen. Ihre Dunkelheit: sich selber, bestimmte Bedrohungen, bestimmte Konflikte …. Es geht um einen Frieden, der selbst im Chaos sicher macht und frei.

Es kann an den Kräften zehren, wenn man an dieses Licht vor sich sieht, spürt, ahnt, wenn man womöglich ganz fest daran glaubt, und doch eine dunkle Gegenwart durchhalten muss. Ganz lange sogar durchhalten muss.

Menschen, die nachts nicht schlafen können, erleben jede ihrer Nächte womöglich wie eine zermürbende Last. Das Licht des Morgens kann dann Erleichterung sein, selbst wenn man morgens alles andere als ausgeruht ist. Menschen, die nachts arbeiten müssen - auf der Intensivstation, auf der normalen Krankenstation, in der Fabrik, die rund um die Uhr läuft, im Pflegeheim, im Fernverkehr, am häuslichen Computer, weil da eine Arbeit drängt, am Bett eines kranken Angehörigen, im Labor, weil man auf die Ergebnisse nicht bis zum nächsten Tag warten kann – die sehnen auch den Morgen herbei. Das Tageslicht, die Ablösung wenigstens für ein paar Stunden.

 

Das Licht kommt, schreibt Petrus. Gottes Licht kommt. Ihr habt es schon gesehen. Es ist zu uns unterwegs. Wir haben Gottes Stimme gehört. Wir haben eine Ahnung von der “Herrlichkeit” bekommen. Und das war erst der Anfang.

Die Wahrheit solcher Zusagen, also auch ihre Verlässlichkeit kann niemand beweisen. Das können wir auch bei vielen unserer eigenen Aussagen und Zusagen ja nicht. Trotzdem - oder eben deswegen - fragt es sich, woran der Mensch sich hält.

Angebote haben wir einige. Es kann der heimische Kochtopf sein, das schicke Auto, der Naturschutz oder eine soziale Aufgabe. Es kann ein richtig harter politischer Kampf sein. Es kann der Einsatz nur in einem sinnvollen Projekt sein. Oder es ist Christus.

Nichts von dem allem schließt sich aus. Aber das Licht leuchtet bei ihm ganz besonders.

Wir pausieren vorübergehend mit dem Gottesdienst! Auf Grund der allgemein schwierigen Lage und der geringen Besucherzahlen laden wir erst wieder zum 13. und zum 14. Februar zum Gottesdienst in die Kirche ein. So ist der Stand der Planung. Samstags am 13. feiern wir dann in Ruppertsweiler, sonntags am 14.  in Münchweiler und wahrscheinlich auch in Leimen.  

Bis zu diesem Wiederbeginn „in Präsenz“ senden wir Ihnen gerne eine schriftliche Kurzandacht zu, per Mail oder per Brief, jede Woche. Wer interessiert ist, meldet sich bitte im Pfarramt! Keine Scheu – wir laden Sie ein! Auch am Schaukasten vor unseren Kirchen kann man sich ab Samstagnachmittag schriftliche Grüße oder Gedanken abholen, oder die Woche über in einigen Geschäften v.a. in Münchweiler.

Zudem verweisen wir auf die Online-Angebote zahlreicher Gemeinden auch hier - nähere Information dazu im Gemeindebrief „Brücke“!

 

Es grüßt Sie Ihre Kirchengemeinde,

Susanne Dietrich, Pfrn.

Ev. Krankenpflegeverein Ruppertsweiler e.V., Kontaktadresse

Ev. Pfarramt (s. Titelseite) oder Frau Rosi Lenk in Ruppertsweiler

Ökumenische Wasgau Sozialstation e.V. Dahn, Schulstr. 11,

Tel. 06391/ 91012-0

Ökumenische Sozialstation Waldfischbach e.V., Heinestr. 3-9,

Tel. 06333/ 77255

Haus der Diakonie, Sozial- und Lebensberatungsstelle

Beratung für Eltern und Kinder, Schwangerschaftskonfliktberatung, Suchtberatung - Waisenhausstr. 5, 66954 Pirmasens,

Tel. 06331/ 2236-0

Telefonseelsorge: 0800 111 0 111, rund um die Uhr erreichbar,

gebührenfrei und vertraulich

Die Protestantische Kirchengemeinde Münchweiler-Ruppertsweiler verteilt sich über mehrere Dörfer, nämlich Münchweiler, Ruppertsweiler, Merzalben und Leimen.

In Münchweiler haben wir zwei Gemeinderäume im Kirchengebäude, Marx-Wadle-Str. 1. Dort treffen sich die Konfirmanden und Präparanden, die Mitarbeitenden, der Ökumenische Kindertreff und der Gemeindetreff. Diese beiden Gruppen kommen in der Regel einmal im Monat zusammen. Gottesdienst wird sonntags um 9.30 h gefeiert.
In Ruppertsweiler haben wir einen Gemeinderaum im ehemaligen Schulgebäude, Schulstr. 1. Dort finden z.B. die Konfirmanden- und Präparandenarbeit, verschiedene Sitzungen und Feste statt. In der Kirche, Hauptstraße Ecke Bergstraße gelegen, feiern wir in der Regel samstags um 18 Uhr den Gottesdienst. Ruppertsweiler hat auch einen evangelischen Krankenpflegeverein.


In Merzalben und Leimen haben wir keine eigenen Gebäude. Doch 14tägig abwechselnd feiern wir da Gottesdienst, und zwar sonntags um 10.30 Uhr. In Leimen dürfen wir zu Gast sein im katholischen Pfarrheim, in Merzalben dürfen wir uns in einem katholischen Gemeinderaum im Untergeschoss des Kindergartens treffen. Auch in Merzalben gibt es einen Gemeindetreff, der sich einmal monatlich donnerstags im Sportheim trifft.

Unser Gemeindebrief „Die Brücke“ erscheint vierteljährlich, wird in die Haushalte unserer Gemeinde verteilt und informiert Sie über alle wichtigen Veranstaltungen und Vorgänge genauer.
Außerdem informieren wir wöchentlich über die Rubrik „Kirchliche Nachrichten“ im Verbandsgemeindeblatt, über den Schaukasten an der Kirche in Münchweiler und in Ruppertsweiler, über die Tageszeitungen und hier: auf der homepage des Kirchenbezirks Pirmasens.
Zu allen Treffen unserer Kirchengemeinde laden wir Sie ganz herzlich ein – und wir würden uns freuen, Sie dabei auch kennen zu lernen!

 

Prot. Pfarramt - Pfarrerin Susanne Dietrich

Marx-Wadle-Straße 1
66981 Münchweiler

 Tel. (06395) 9949004


email  pfarramt.ruppertsweiler@evkirchepfalz.de

Gern ist Ihre Pfarrerin Susanne Dietrich da für Sie erreichbar!

Zugehörige Parochialorte:
Leimen
Merzalben