Johann Sebastian Bach – Osteroratorium

Kantaten Christ lag in Todes Banden und Erfreuet euch, ihr Herzen

 

Die Bezirkskantoreien Pirmasens und Bad Bergzabern unter Leitung von Bezirkskantor Maurice Antoine Croissant gestalten jedes Jahr mindestens eine größere oratorische Aufführung.

Nach der modernen Missa in Jazz von Peter Schinlder im letzten Jahr bringen Sie nun in diesem Jahr wieder einmal barocke Werke, nämlich das Oster – Oratorium sowie die Kantaten „Christ lag in Todesbanden“ und „Erfreuet euch, ihr Herzen“ für Soli, Chor, Orchester von Johann Sebastian Bach zur Aufführung. Das Konzert findet statt am Sonntag, dem 28. April 2019, um 18.00 Uhr in der Johanneskirche Pirmasens.

Das Oster-Oratorium (BWV 249, D-Dur) wurde zum ersten Mal am 1. Ostertag 1725 (1. April) aufgeführt. Das Werk wird als Oratorium eingeordnet, weil ihm ein erzählender Bibeltext zu Grunde liegt; dieser wird aber abweichend von der üblichen Oratorienform nicht von einem Evangelisten vorgetragen, sondern in frei nachgedichteter Form wiedergegeben. Protagonisten der Kantate sind Maria Magdalena (Alt), Maria Jacobi (Sopran), Petrus (Tenor) und Johannes (Bass). Nachdem Maria Magdalena dem auferstandenen Jesus zuvor begegnet und dieses den Jüngern berichtet, eilen die Jünger zum Grab und finden dieses leer, da Jesus auferstanden ist.

Christ lag in Todesbanden (BWV 4) ist eine Choralkantate für den Ostersonntag. Der Text basiert ausschließlich auf dem gleichnamigen Osterlied von Martin Luther aus dem Jahre 1524. Seine sieben Strophen bilden mit einer kurzen einleitenden Sinfonia die acht Sätze der Kantate. Alle Sätze zitieren die Choralmelodie.

Bach komponierte die Kantate Erfreut euch, ihr Herzen (BWV 66). für den 2. Osterfesttag (Ostermontag) in Leipzig. Sie geht zurück auf eine weltliche Kantate, die er in Köthen für den 10. Dezember 1718 komponiert hatte und deren Musik verschollen ist. Die Osterkantate wurde am 10. April 1724 uraufgeführt.

Bei dieser Aufführung wird die Bezirkskantorei Pirmasens den Chorpart gestalten. Weiterhin wirken mit: Katharina Kunz – Sopran, Sandra Stahlheber – Alt, Daniel Schreiber – Tenor, Philip Niederberger – Bass sowie ein Barock-Orchester.

Das Kammerorchester wird auf historischen Nachbauten musizieren, deren Kammerton a wie im 18. Jahrhundert auf 415 Hz also einen halben Ton tiefer als in der heutigen Zeit steht. Des Weiteren greift das Instrumentarium auf ein historisches, in der Barockzeit weit verbreitetes Stimmungssystem zurück. Das Ensemble versuchen damit dem Klangbild der damaligen Zeit nahe zu kommen

Die Instrumente des Orchesters haben sich im Laufe der ca. 300 Jahre seit dem Barock verändert. So war z.B. die Querflöte zu Bachs Zeit aus Holz mit Grifflöchern, die von den Fingernverschlossen wurden. Heute ist sie aus Metall (meist aus Silber) und die Finger betätigen zum Verschließen der Grifflöcher einen komplizierten Klappenmechanis­mus. Die anderen Orchesterinstrumente haben eine etwa vergleichbare Veränderung erfahren. Damit wandelte sich natürlich auch der Klang der Instrumente und des Orchesters. Ja, oft waren sogar Wünsche nach anderen Klängen die Gründe für die baulichen Veränderungen. All dies ging Hand in Hand mit Änderungen im Musikgeschmack und der Kompositionstechnik. Als man nun 20. Jahrhundert wieder begann die Musik Bachs und seiner Zeitgenossen aus dem Barock zu spielen, entstand bald der Wunsch, auch solche Instrumente zu verwenden, wie die Musiker sie damals spielten. Viel intensive Forschungsarbeit mit sehr überzeugenden Ergebnissen ist vor allem in den letzten 20 Jahren geleistet worden. Heute gibt es zahlreiche Spezialisten für die Musik und die Instrumente des Barock. Es ist gelungen, die Instrumentalpartien der Aufführungen an solche Spezialisten, die aus ganz Deutschland angereist sind, zu vergeben.

 Der Eintritt für dieses Konzert beträgt für Erwachsene 15.- Euro, für Schüler und Studenten 8.- Euro. Die Eintrittskarten werden im Vorverkauf beim Prot. Gemeindeamt Pirmasens (Dankelsbachstraße 64, Tel: 06331/24190), im Hausrat und Eisenwaren - Geschäft Wölfling in der Pirmasenser Fußgängerzone (Hauptstr. 37, Tel: 06331/24970), erhältlich sein.

 Maurice A. Croissant, Buchsweilerstraße 51, 66953 Pirmasens, Tel.: 06331/286232